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01.02.18

Zum 150sten Geburtstag von Gustav A. Zeitzschel (geboren am 1. Februar 1868)



Heute vor 150 Jahren, am 1. Februar 1868 wurde Gustav A. Zeitzschel in Sorau (Niederlausitz), heute Żary (Województwo Lubuskie) geboren. Diese Website und das Buch zum Blog geben Zeugnis und berichten von seinem erfüllten, von Freud und Leid, von Höhen und Tiefen durchzogenes, abwechslungsreichen Leben und helfen uns, ihn immer lebendig in Erinnerung zu halten.

Zu seinem 150sten Geburtstag haben wir den Nachlass, unsere Erinnerungsstücke, Aufzeichnungen und Fotos an die Deutsche Kinemathek (Archiv Nachlässe) übergegeben, damit sie der Nachwelt lange erhalten bleiben und der Forschung jederzeit zugänglich sind.

Da es noch keinen direkten Link zu dem Nachlass von Gustav A. Zeitschel gibt, können Interessierte per eMail nachlassarchiv@deutsche-kinemathek.de oder Telefon Tel.: +49-30-300 903-45 (Herr Gerrit Thies) Kontakt aufnehmen und Termine zur Einsichtnahme vereinbaren.

02.05.08

Nach 1951

Am 13. März des Jahres 1956 ist Gustavs zweite Frau Anna Dunst in Ebern verstorben. Nach der Auflassung des alten Friedhofs von Helmstadt bei Würzburg, steht die Gedenktafel für Gustav Zeitzschel und den in den ersten Tages des Krieges gefallenen Sohn Hans, auf der Grabanlage von Anna Zeitzschel, geborene Dunst, in Ebern.




02.04.08

1945 - 1951 Krankheit und Abschied

Im Herbst 1945 beschlagnahmten die amerikanischen Besatzer die Würzburger Wohnung und Gustav und Anna mußten Würzburg verlassen und fanden eine Bleibe in Teilheim bei Schweinfurt (Umzug zum 1.10.1945). Bis Frühjahr 1947 wohnte Gustav Zeitzschel und seine Frau Anny in Theilheim bei Schweinfurt und hoffte auf eine baldige Freigabe und Rückkehr in die Würzburger Wohnung. Doch daraus wurde nichts, die Rückgabe durch die Amerikaner erfolgte erst im Jahr 1956.

Als seinem Schwiegersohn Hans Martin im Frühjahr 1947 eine Lehrerstelle in Helmstadt zugewiesen wurde und die räumlichen Verhältnisse im Schulhaus dies zuließen, verließen Gustav und Anny Z. Theilheimer und bezogen am 16.03.1948 in Helmstadt bei Würzburg die kleine Dachwohnung (Hausnummer 131)  - die Familie war wieder vereint.


Das ehemalige Schulhaus mit Lehrerwohnung (Aufnahme ca. 2008)

Als Sänger unterstützte Gustav Z. den neu gegründeten Kirchenchor (Organist und Chorleiter Hans Martin) und den Helmstädter Männergesangsverein Melomania (Dirigent: Hans Martin). Dort sang er und seine Tochter Lilo (und Andere) die Solopartien in einem von Hans Martin umgearbeiteten Singspiel der Lortzingoper 'Zar und Zimmermann'.



Gustav Zeitzschel an seinem 82. Geburtstag -
gezeichnet vom Kampf gegen den Krebs (1.02.1950)






























Gustav Zeitzschel im Kreise seiner Familie (Silvester 31.12.1950)





Gustav Zeitzschel starb am 8. Januar 1951 in Helmstadt bei Würzburg



und fand seine letzte Ruhe auf dem Helmstadter Friedhof.

Gustav Zeitzschel's letzter Wunsch war, dass bei seiner Beerdigung am Grab der Choral Nr. 72 aus der Matthäus Passion (BWV 244) von Johannes Sebastian Bach erklingt:

Wenn ich einmal soll scheiden,
so scheide nicht von mir!
Wenn ich den Tod soll leiden,
so tritt du dann herfür!
Wenn mir am allerbängsten
wird um das Herze sein,
so reiß mich aus den Ängsten
kraft deiner Angst und Pein.

Erscheine mir zum Schilde,
zum Trost in meinem Tod
und laß mich sehn dein Bilde
in deiner Kreuzesnot!
Da will ich nach dir blicken,
da will ich glaubensvoll
fest an mein Herz dich drücken.
Wer so stirbt, der stirbt wohl.