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12.09.16
Das Buch zum Blog: Gustav A. Zeitzschel
Gustav Zeitzschel - Das Blogbuch (105 Seiten, PDF)
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02.04.08
1945 - 1951 Krankheit und Abschied
Im Herbst 1945 beschlagnahmten die amerikanischen Besatzer die Würzburger Wohnung und Gustav und Anna mußten Würzburg verlassen und fanden eine Bleibe in Teilheim bei Schweinfurt (Umzug zum 1.10.1945). Bis Frühjahr 1947 wohnte Gustav Zeitzschel und seine Frau Anny in Theilheim bei Schweinfurt und hoffte auf eine baldige Freigabe und Rückkehr in die Würzburger Wohnung. Doch daraus wurde nichts, die Rückgabe durch die Amerikaner erfolgte erst im Jahr 1956.
Als seinem Schwiegersohn Hans Martin im Frühjahr 1947 eine Lehrerstelle in Helmstadt zugewiesen wurde und die räumlichen Verhältnisse im Schulhaus dies zuließen, verließen Gustav und Anny Z. Theilheimer und bezogen am 16.03.1948 in Helmstadt bei Würzburg die kleine Dachwohnung (Hausnummer 131) - die Familie war wieder vereint.
Das ehemalige Schulhaus mit Lehrerwohnung (Aufnahme ca. 2008)
Als Sänger unterstützte Gustav Z. den neu gegründeten Kirchenchor (Organist und Chorleiter Hans Martin) und den Helmstädter Männergesangsverein Melomania (Dirigent: Hans Martin). Dort sang er und seine Tochter Lilo (und Andere) die Solopartien in einem von Hans Martin umgearbeiteten Singspiel der Lortzingoper 'Zar und Zimmermann'.
Gustav Zeitzschel an seinem 82. Geburtstag -
gezeichnet vom Kampf gegen den Krebs (1.02.1950)
Gustav Zeitzschel im Kreise seiner Familie (Silvester 31.12.1950)

Gustav Zeitzschel starb am 8. Januar 1951 in Helmstadt bei Würzburg

und fand seine letzte Ruhe auf dem Helmstadter Friedhof.
Gustav Zeitzschel's letzter Wunsch war, dass bei seiner Beerdigung am Grab der Choral Nr. 72 aus der Matthäus Passion (BWV 244) von Johannes Sebastian Bach erklingt:
Als seinem Schwiegersohn Hans Martin im Frühjahr 1947 eine Lehrerstelle in Helmstadt zugewiesen wurde und die räumlichen Verhältnisse im Schulhaus dies zuließen, verließen Gustav und Anny Z. Theilheimer und bezogen am 16.03.1948 in Helmstadt bei Würzburg die kleine Dachwohnung (Hausnummer 131) - die Familie war wieder vereint.
Das ehemalige Schulhaus mit Lehrerwohnung (Aufnahme ca. 2008)
Als Sänger unterstützte Gustav Z. den neu gegründeten Kirchenchor (Organist und Chorleiter Hans Martin) und den Helmstädter Männergesangsverein Melomania (Dirigent: Hans Martin). Dort sang er und seine Tochter Lilo (und Andere) die Solopartien in einem von Hans Martin umgearbeiteten Singspiel der Lortzingoper 'Zar und Zimmermann'.
Gustav Zeitzschel an seinem 82. Geburtstag -
gezeichnet vom Kampf gegen den Krebs (1.02.1950)
Gustav Zeitzschel im Kreise seiner Familie (Silvester 31.12.1950)
Gustav Zeitzschel starb am 8. Januar 1951 in Helmstadt bei Würzburg
und fand seine letzte Ruhe auf dem Helmstadter Friedhof.
Gustav Zeitzschel's letzter Wunsch war, dass bei seiner Beerdigung am Grab der Choral Nr. 72 aus der Matthäus Passion (BWV 244) von Johannes Sebastian Bach erklingt:
Wenn ich einmal soll scheiden,
so scheide nicht von mir!
Wenn ich den Tod soll leiden,
so tritt du dann herfür!
Wenn mir am allerbängsten
wird um das Herze sein,
so reiß mich aus den Ängsten
kraft deiner Angst und Pein.
Erscheine mir zum Schilde,
zum Trost in meinem Tod
und laß mich sehn dein Bilde
in deiner Kreuzesnot!
Da will ich nach dir blicken,
da will ich glaubensvoll
fest an mein Herz dich drücken.
Wer so stirbt, der stirbt wohl.
02.03.08
1939 - 1945 Überleben
Die Naziherrschaft, die Judenverfolgung und der Ausbruch des 2. Weltkriegs haben Gustav Zeitzschel und seine Familie ins Mark getroffen und viele Hoffnungen zerstört. Viele jüdische Freunde und Förderer haben Deutschland verlassen, andere wurden schikaniert und viele deportiert und Konzentrationslager eingewiesen. In den ersten Wochen des 2. Weltkriegs wurde Hans Martin, der Sohn von Gustav und Anny Zeitzschel schwer verwundet und ist wenige Tage später am 13.09.1939 in Łódź (Polen) verstorben und dort auch begraben worden.
Eine tiefe Religösität hat damals den Eltern und der Schwester Lilo geholfen, diesen Schicksalschlag zu tragen. Und sie haben sich vor allem kirchenmusikalisch engagiert. Im Kirchenchor der Johanneskirche, dem Kirchenchor von Unsere Liebe Frau und dem Chor der Hofkirche zu Würzburg. Dort hat Lilo auch ihren späteren Ehemann Hans Martin kennengelernt, der dort bis zum Beginn des Krieges als Organist tätig war.

Die Brauteltern mit ihrer Tochter Lilo und dem Bräutigam Hans Martin (Juli 1942)

Anna Dunst und Gustav Zeitzschel

Gustav Zeitzschel zu Besuch in Jena (1940)
Eine tiefe Religösität hat damals den Eltern und der Schwester Lilo geholfen, diesen Schicksalschlag zu tragen. Und sie haben sich vor allem kirchenmusikalisch engagiert. Im Kirchenchor der Johanneskirche, dem Kirchenchor von Unsere Liebe Frau und dem Chor der Hofkirche zu Würzburg. Dort hat Lilo auch ihren späteren Ehemann Hans Martin kennengelernt, der dort bis zum Beginn des Krieges als Organist tätig war.
Die Brauteltern mit ihrer Tochter Lilo und dem Bräutigam Hans Martin (Juli 1942)
Anna Dunst und Gustav Zeitzschel
Gustav Zeitzschel zu Besuch in Jena (1940)
Labels:
Jena,
Theilheim b. Schweinfurt,
Würzburg
02.02.08
1931 - 1938 Den Unterhalt der Familie sichern
Den Unterhalt der Familie und das Studium des Sohnes Hans und der Tochter Lilo sicherte Gustav Zeitzschel nun hauptsächlich durch seine Tätigkeit als Gesangs- und Klavierpädagoge in Nürnberg, Schwabach und Würzburg. Daneben gab er gelegentlich Konzerte und Liederabende und sang in Kirchenchören der jeweiligen Wohnorte mit – in Würzburg, dem Chor der Johanneskirche und der Hofkirche.
Seine Tochter Lilo bildete er zur Bühnen-, Konzert- und Kirchensängerin aus und bereitet sie auf die Aufnahmeprüfung - im zarten Alter von 15 Jahren - und ihr Studium ab 1936 am Konservatorium in Würzburg vor.

Seine aktive Sängerkarriere beendete er am 15. April 1938 nach mehr als 3.600 Auftritten - in der Rolle des Petrus und Pilatus - mit der Johannes-Passion von Heinrich Schütz an der St. Johanniskirche in Würzburg.
Nach 40 Jahren Sängertätigkeit - von 1898 - 1938 - hat Gustav Zeitzschel, jetzt wohnhaft in Würzburg, Friedenstr. 17, ein Verzeichnis über seine Opernengagements, Operngastspiele, Konzerte, Oratorien, Soloquartetten, Opern- und Singfilm-Tourneen in Deutschland, Österreich und der Schweiz erstellt.
Für Interessenten steht das Verzeichnis mit rd. 500 Aufführungsorten hier bereit.
Nach dem Umzug nach Würzburg im Herbst 1936 hatte sich Gustav Zeitzschel auch hier einen stattlichen Kreis an Schülerinnen und Schüler für Gesang und Klavier aufgebaut. Es verging kein Tag an dem er nicht seine Stimmübungen ausführte und kaum ein Tag an denen er nicht mit der Familie und Freunden musizierte.
Gemeinsames Musizieren gehörte beiden Zeitzschel's zum Alltag (Aufnahme 1937)
Vorne: Anny + Gustav Zeitzschel,
Hinten, von links: Robert Sauerwein, Christian Stöcker, Hans + Lilo Zeitzschel
Seine Tochter Lilo bildete er zur Bühnen-, Konzert- und Kirchensängerin aus und bereitet sie auf die Aufnahmeprüfung - im zarten Alter von 15 Jahren - und ihr Studium ab 1936 am Konservatorium in Würzburg vor.
Seine aktive Sängerkarriere beendete er am 15. April 1938 nach mehr als 3.600 Auftritten - in der Rolle des Petrus und Pilatus - mit der Johannes-Passion von Heinrich Schütz an der St. Johanniskirche in Würzburg.
Nach 40 Jahren Sängertätigkeit - von 1898 - 1938 - hat Gustav Zeitzschel, jetzt wohnhaft in Würzburg, Friedenstr. 17, ein Verzeichnis über seine Opernengagements, Operngastspiele, Konzerte, Oratorien, Soloquartetten, Opern- und Singfilm-Tourneen in Deutschland, Österreich und der Schweiz erstellt.
Für Interessenten steht das Verzeichnis mit rd. 500 Aufführungsorten hier bereit.
Nach dem Umzug nach Würzburg im Herbst 1936 hatte sich Gustav Zeitzschel auch hier einen stattlichen Kreis an Schülerinnen und Schüler für Gesang und Klavier aufgebaut. Es verging kein Tag an dem er nicht seine Stimmübungen ausführte und kaum ein Tag an denen er nicht mit der Familie und Freunden musizierte.
Gemeinsames Musizieren gehörte beiden Zeitzschel's zum Alltag (Aufnahme 1937)
Vorne: Anny + Gustav Zeitzschel,
Hinten, von links: Robert Sauerwein, Christian Stöcker, Hans + Lilo Zeitzschel
Labels:
Büchenbach,
Nürnberg,
Schwabach,
Würzburg
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