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12.09.16

Das Buch zum Blog: Gustav A. Zeitzschel


Gustav Zeitzschel - Das Blogbuch (105 Seiten, PDF) 


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02.01.08

1913 - 1931 Deutsche Lichtspiel-Oper / Deutsche Singfilm und Gastrollen

Feste Engagements an einem Opernhaus blieb Gustav Zeitzschel nach Chemnitz versagt. So blieben gelegentliche Übernahmen von Gastrollen, die Erinnerungen



und der Aufbruch in eine neue Zeit.

Die Zeit der Vorläufer des Tonfilms ...


1915 engagierte Karl Otto Krause von der Delog, Deutsche Lichtspiel-Opern Gesellschaft Gustav Zeitzschel als Opernsänger für ihre innovativen Singfilme nach dem Beck’schen Patent von 1911.

Erst als Gesangsstar und später als Direktor der deutsch-österreichischen Künstlergesellschaft organisierte er Gesang-Film-Tourneen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und sang in zahlreichen

Filmopern
u.a. Cavalleria rusticana, Der fliegende Holländer, Der Freischütz, Der Waffenschmied, Die Lustigen Weiber von Windsor, La Traviata, Lohengrin, Martha (1916), Margarethe, Undine;

Filmoperetten
u.a. Nur auf den Bergen wohnt das Glück, Wer in der Jugend nicht küsst; sowie

Sing-Filmspiele
und Volksfilme u.a. Das Herz am Rhein, Du Mädel vom Rhein, Ich hatt' einen Kameraden ...













bis die Durchsetzung des Lichttontechnikverfahrens des Tobias-Klangfilm-Systems und
die sich stetig verbessernde Tonqualität diese Aufführungsart mit Live-Chor und Orchester um 1931/1932 ins Hintertreffen gerat und 1933 ganz hinfällig wurde.

Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1920, Seite 924

Gustav Zeitzschel "Gastier"
Berlin SW, Lichterfelder Str. 5

Singfilme - Filmografie

Sing-Film GmbH

1920    Rheinzauber
            Regie: Joseph Max Jacobi, Drehbuch Carlo Emerich

1920/   Banditen
1921    Regie: Max Agerty, Drehbuch: Carlo Emerich

1921     Die Strandnixe
             Regie: Max Agerty, Drehbuch: Kurt E. Weckwarth

1921     In einem kühlen Grunde
             Regie: Max Agerty, Drehbuch: Hans Felsing

1922     Du Mädel vom Rhein
              Regie: Hans Felsing

1922     Am Brunnen vor dem Tore
             Regie + Drehbuch: Hans Felsing

1923     Nur auf den Bergen wohnt das Glück
             Regie + Drehbuch: Hans Felsing

1923     Ich hatt' einen Kameraden
              Regie + Drehbuch: Hans Felsing

1924     Barfüßele. Ein Schwarzwaldidyll
             Regie: Heinrich Lisson, Drehbuch: Hans Felsing

mehr zur Sing-Film GmbH, Berlin


Georg Enders-Film GmbH, Berlin

1925    Im Krug zum grünen Kranze
            Regie: Heinrich Lisson, Drehbuch Hans Felsing

1925    Das Herz am Rhein
            Regie: Heinrich Lisson, Drehbuch Hans Felsing

mehr zu Georg Enders-Film GmbH, Berlin

Ausgewählter Literatur


Der deutsche Musikfilm: Archäologie eines Genres 1914-1945
von Michael Wedel
1. Auflage 2007 (Dissertation, Uni Amsterdam 2005)
476 Seiten, broschiert
ISBN 978-3883778358
Verlag edition text + kritik

Positionen deutscher Filmgeschichte:
100 Jahre Kinematographie: Strukturen, Diskurse, Kontexte

von Michael Schaudig (Herausgeber, Mitwirkende, Einleitung),  Evelyn Hampicke (Mitwirkende), Christiane Heuwinkel (Mitwirkende), Herbert Birett (Mitwirkende), Sabine Lenk (Mitwirkende), Jürgen Kasten (Mitwirkende), Wolfgang Mühl-Benninghaus (Mitwirkende), Michaela Krützen (Mitwirkende), Michael Truppner (Mitwirkende), Andrea Naica-Loebell (Mitwirkende), Klaus Kanzog (Mitwirkende), Kirsten Burghardt (Mitwirkende), Jürgen Felix (Mitwirkende), Oliver Jahraus (Mitwirkende), Andreas Rost (Mitwirkende), Peter Schott (Mitwirkende), Elisabeth Miltschitzky (Mitwirkende), Petra Grimm (Mitwirkende), Dieter Wiedemann (Mitwirkende), Knut Hickethier (Mitwirkende)
1. Auflage 1996
508 Seiten, broschiert
ISBN 978-3926372079
diskurs film

MusikSpektakelFilm
Musiktheater und Tanzkultur im deutschen Film 1922-1937

(CineGraph Buch)
von Hans-Michael Bock (Herausgeber), Wolfgang Jacobsen (Herausgeber),
Jörg Schöning (Herausgeber), Katja Uhlenbrok (Herausgeber) 

1. Auflage 1998
174 Seiten, broschiert
ISBN 978-3883775982
Verlag edition text + kritik


Als die Filme singen lernten. Innovation und Tradition im Musikfilm 1928-1938
(CineGraph Buch)
von Hans-Michael Bock (Herausgeber), Wolfgang Jacobsen (Herausgeber), Jörg Schöning (Herausgeber), Malte Hagener (Herausgeber), Jan Hans (Herausgeber)
1. Auflage 1999
222 Seiten, broschiert
ISBN 978-3883776149
Verlag edition text + kritik

02.12.07

1909 - 1913 am Stadttheater in Chemnitz

Von 1909 (Neueröffnung am 4. September) – 1912 war Gustav Zeitzschel als lyrischer (und Spiel-)Tenor am Neuen Stadttheater in Chemnitz engagiert.


Neues Stadttheater Chemnitz (September 1909)
Quelle: Andreas-Praefcke.de

Direktion: Richard Jesse, Richard Tauber, sen. (1912)
Musikalischer Leiter / Kapellmeister: Oscar Malata (u.a.)
Spielleiter / Regie: Fritz Diener (u.a.)






 

Aus seinem Rollen-Repertoire in Chemnitz

Carmen (Don José)
Der Barbier von Sevilla (Graf Almaviva)
Der fliegende Holländer (Der Steuermann Dalands)
Der Freischütz (Alfred)
Die Entführung aus dem Serail (Belmonte)
Die Meistersinger von Nürnberg (Kunz Vogelgesang, Kürschner)
Der Rosenkavalier (Haushofmeister, Sänger, Wirt)
Don Juan (Oktavio)
Faust / Margarethe (Faust)
Fidelio (Florestan)
Hoffmanns Erzählungen (Hoffmann)
Lohengrin (Erster Edler von Brabant)
Romeo und Julie (Romeo)
Tannhäuser (Walther von der Vogelweide)
Troubadour (Manrico)
Wildschütz (Graf Kronthal)
Zauberflöte (Tamino)

Ausgewählte Kritiken

Chemnitz (29. Oktober)
Verdi Troubadour, Manrico

... Und Herr Zeitzschel ein lyrischer Tenor, wie wir ihn nicht allzu oft in unserem Ensemble gehört haben; sicher, mit geschmeidiger und weicher, fast samtener Stimme, die auch die für einen Spieltenor ungewohnten Anstrengungen der Manricorolle glänzend aushielt und sich in der Stretta, wie im Schlusse zu imponierender Höhe aufschwang.


Aus der Kritik der Dresdner Zeitung (13. April 1905)
Zauberflöte, Tamino

Als Tamino in Mozarts Zauberflöte gastierte Herr Gustav Zeitzschel vom Nationaltheater in Berlin mit recht günstigem Erfolge, leider jedoch, wie man hört, nicht auf Engagement. Herr Zeitzschel hat Stimme und kann singen. Sein Organ ist, wie es scheint, auch kräftig und tragfähig genug, es käme nur auf eine weitere Probe an, ob er in großen Ensembleszenen Chor und Orchester zu beherrschen vermag. Die Bildnisarie geriet bis auf einige allzu nasal bzw. gaumig klingende Töne ganz vortrefflich, auch im weiteren Verlauf der Oper büßte die Stimme nichts an tenoralem Schmelz ein, und seit langem haben wir eine lyrische Partie nicht mehr so schön singen gehört, wie am Dienstag. Er übertrifft in mehr als einer Beziehung Herrn Saville.


1913 verlor Gustav Zeitzschel sein Engagement in Chemnitz an den noch jungen Richard Tauber, der seinen Stelle als Solist, für ein deutlich geringeres Honorar, übernahm. Richard Tauber sen., ab 1912 Direktor des Chemnitzer Stadttheaters, ebnete den Weg für diesen Wechsel.

Gastpiele und Konzerte

Dazu kamen vor, während und nach dieser Zeit zahlreiche Gastspiele u.a. in

- Offenbach a. M.
- Hoftheater in Altenburg,
- Kgl. Hoftheater in Dresden (Semper Oper),
- Sommeroper in Stralsund, etc.




Aus dem Fotoalbum von Gustav Zeitzschel

Wohnadresse: Gustav Zeitzschel, Weststr. 53, Chemnitz (1912)