Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1920, Seite 924
Gustav Zeitzschel "Gastier"
Berlin SW, Lichterfelder Str. 5
Ein feste Engagements an einem Opernhaus blieb Gustav Zeitzschel nach Chemnitz versagt. So blieben die Erinnerung
und der Aufbruch in eine neue Zeit.
Die Zeit der Vorläufer des Tonfilms ...
1915 engagierte Karl Otto Krause von der Delog, Deutsche Lichtspiel-Opern Gesellschaft Gustav Zeitzschel als Opernsänger für ihre innovativen Singfilme nach dem Beck’schen Patent.
Erst als Gesangsstar und später als Direktor der deutsch-österreichischen Künstlergesellschaft organisierte er Gesang-Film-Tourneen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und sang in zahlreichen
Filmopern u.a. Martha, Cavalleria Rusticana, Der Waffenschmied, Der Freischütz, Die lustigen Weiber von Windsor, La Traviata, Margarethe, Undine;
Filmoperetten u.a. Nur auf den Bergen wohnt das Glück, Wer in der Jugend nicht küsst, sowie
Sing-Filmspiele und
Volksfilme u.a. Das Herz am Rhein, Du Mädel vom Rhein, Ich hatt' einen Kameraden ...
bis der aufkommende Tonfilm und die sich stetig verbessernde Tonqualität diese Aufführungsart in 1931/1932 hinfällig machte.
Fundstück:
Materialien zur österreichischen Filmgeschichte
Volume 5
G. Zeitzschel, Mädchen am Rhein